Weihnachtsbrief des Bruderschaftskanzlers

Liebe Mitbrüder,

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu, wovon eines meine Wahl zum Bruderschaftskanzler gewesen ist. Ich nehme gerne diesen Brief zum Anlass, um mich nochmals ganz herzlich für die Wahl und das damit in mich gesetzte Vertrauen zu bedanken.

Wir sind Weltmeister geworden, das ist die gute Nachricht des Jahres.

Auf der anderen Seite treiben uns Sorgen um, die den Frieden Europas und damit auch den Umgang untereinander betreffen.
Wenn ich einen Weihnachtswunsch äußern darf, wünsche ich mir und uns allen, dass wir zurückfinden zu einem wertschätzenden Umgang miteinander, der die wechselseitige Achtung und den Respekt vor dem jeweils anderen angemessen zum Ausdruck bringt. Sei es im Umgang mit der Verkäuferin im Geschäft, die vielleicht nicht gerade so auf unsere Wünsche eingeht, wie wir uns das vorstellen, im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, politisch oder religiös Andersgläubigen und – denkenden und auch Familienmitgliedern.
Wir alle wünschen uns Respekt und Toleranz und sind daher ebenso angehalten diesen unserem jeweiligen Gegenüber entgegenzubringen, wobei Respekt und Toleranz nicht in Unterwürfigkeit umschlagen dürfen, etwa bei der Frage, ob das Weihnachtsfest noch Weihnachtsfest genannt werden darf.
Der Garten der Kinder Gottes ist groß. Damit geht unsere pluralistische Gesellschaft einher, die gleichzeitig - zumindest aus meiner unbescheidenen Sicht - bedingt dass wir Sitten und Gebräuche anderer tolerieren, wir aber ebenso unsere eigenen Sitten und Gebräuche nicht aufgeben, nur um der Anpassung willen.
Liebe Mitbrüder, Weihnachten ist das Fest der Liebe. Auch Liebe ist von gegenseitiger Achtung und Anerkennung gekennzeichnet und in diesem Sinne wünsche ich uns allen ein frohes, friedvolles und segensreiches Weihnachtsfest.
Für das Jahr 2015 wünsche ich uns allen eine gute Hand für die Dinge, die wir vorhaben und weiterhin den wertschätzenden, achtungsvollen und anerkennenden Umgang miteinander, den wir in unserer Bruderschaft pflegen.
Möge sich dies auch auf unsere Mitmenschen übertragen.
Dies zu vermitteln und weiterzutragen ist eine der hervorgehobenen Aufgaben unserer Bruderschaft.

In diesem Sinne verbleibe ich mit ganz herzlichen Grüßen

Ihr Franz Obst
Bruderschaftskanzler